Überall Parlament

2021 | 2022 – Studien Arbeit  IDG, Universität Stuttgart

Die Arbeit „Überall Parlament“ setzt sich mit parasitären Strukturen auseinander. Strukturen mit der potentiellen Macht zur Veränderung des Status Quo. Status Quo, das sind wir, ist die von uns geschaffene Wirts- /Bestandsstruktur, sind die Krisen unserer Zeit. Intention physisch gebauter, parasitärer Strukturen ist es uns selbst, den Wirt, grundlegend zum umdenken anzuregen.

Mit dem Eintritt in gezeigte Struktur entsteht ein Gegenüber aus Körper und Form. Das Parasitäre Moment entfaltet sich hierbei insbesondere in der Wirkung auf den Wirt im inneren. Eine Bewusst in Bewegung versetzende Wirkung, eine Aufforderung zum Aufbruch.

Die einsetzende Bewegung bedingt die Einnahme verschiedener Positionen. Positionen die es vom Subjekt im Inneren einzunehmen gilt. Positionen die eine unterschiedliche Raumwahrnehmung durch eine sich verändernde Haltung ermöglichen. Aus der Veränderung der Körperhaltung wird dann eine Haltung die das Denken und Handeln verändernd prägt. Aus einer leicht erhöhten und dabei stehenden Position, über eine verbeugende, hin zu einer sitzenden und endend in einer erhabenen und erhöhten Position, sollen die drei grundlegenden Elemente des Parlaments durchlaufen werden: der Einlass, der Plenarsaal, das Rednerpult. Notwendige institutionalisierte Elemente zur Verhandlung von Konflikten, immer zum Ziel einer Veränderung zum besseren. Nur der Diskurs als Form des aus- und verhandelns gewährleistet nämlich den ersehnten Wandel.

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